Eine Produktion von Flinn Works und Quartett PLUS 1
Ein Projekt von Konradin Kunze, Simon Zigah (Performance), Katharina Pfänder (Violine), Lisa Stepf (Violoncello), Kathrina Hülsmann (Viola), Sophia Stepf (Regie), Matthias Schubert (Komposition), Tatjana Kautsch (Kostüm), Annekatrin Utke (Assistenz), Gijs Wisse (Technik), Helena Tsiflidis (Produktionsleitung)
Gefördert durch Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin, Stiftung Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Sparkasse Goslar Peine Hildesheim, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturamt der Stadt Kassel, Bürgerstiftung Hildesheim, Friedrich Weinhagen Stiftung und Gerhard-Fieseler-Stiftung
Das Projekt wurde ermöglicht durch flausen – young artists in residence, ein Stipendien-Modellprojekt vom theater wrede+
In Koproduktion mit Sophiensæle Berlin und Theater Bremen
Sophiensæle Berlin: 24. (Premiere) & 25. September 2018 / Theater Bremen: 20. & 21. Oktober 2018 / Staatstheater Kassel: 23. & 24. Oktober 2018 / Theaterhaus Hildesheim: 29. Oktober 2018 / Eisfabrik Hannover: 27. & 28. Juni 2019
So gelingt, was man kaum für machbar hält: die Vertonung von Massakern. Musikerinnen und Performer (...) lassen Klang auf Wort prallen. Die Worte verbinden sich mit den zerstörten Geigen im Zentrum der Bühne. Und von Ihnen wandert der Blick zurück zu den intakten Instrumenten der Musiker. Es entsteht ein gewaltiger Assoziationsraum.
theater der Zeit, 11/2018
Das komplexe Thema wurde von den Künstlern in einem mehrjährigen Arbeitsprozess in die Form eines performativ angereicherten Konzerts überführt. Komponist Matthias Schubert fand beeindruckende Lösungen für ein zunächst unmöglich scheinendes Vorhaben. Herausragend die Idee der Übertragung eines Funkspruchs: Saiten und Bögen der Streichinstrumente werden zu Signalgebern – es wird gemorst. Dazu Stimmen, gehaucht, geflüstert, angeraut, die Buchstaben für Buchstaben, eine Ewigkeit dauern, den Befehl überbringen, für eine "humanitäre Katastrophe" zu sorgen.
taz, die tageszeitung
Auch indem Kosa La Vita in einem Exkurs dem deutschen Terror in Ruanda eine Stimme, nämlich die von Hermann von Wissmann gibt, verweigert es sich leichtfertiger Positionierungen. Stattdessen arbeiten die Künstler*innen zur herausfordernden Musik des Komponisten Matthias Schubert akribisch die Schwierigkeiten des Verfahrens heraus. Erinnert fühlen mag man sich da an Der Internationale Strafgerichtshof, das Gintersdorfer/Klaßen vor rund sechs Jahren am Theater Bremen vorstellten. Allerdings ist Kosa La Vita formal stringenter und in seiner Unerbittlichkeit eindrücklicher geraten. Bedauerlich, dass dieses wichtige Stück nur zweimal am Wochenende in Bremen zu sehen war.
Kreiszeitung
